040 - 466 668-130
Rückruf vereinbaren

Aufgaben der Elektrosicherheit

Aufgaben der Elektrosicherheit

Elektrosicherheit wird - fälschlicherweise - häufig als ein Problem großer Betriebe angesehen. Jedoch sind oftmals die Betriebsmittel in kaufmännsichen Unternehmen Ursache für größten Schaden: Schreibtischlampe, Kaffeemaschine oder Computerterminals kommen hier an so gut wie jedem Arbeitsplatz zum Einsatz. Nur regelmäßige Prüfung und Wartung können den sicheren und schadensfreien Betrieb begünstigen. Das gilt speziell, da häufig erst aus der Wechselwirkung mit Betriebsmitteln und Arbeitsplätzen und erst in Kombination Gefahren entstehen.

Statistisch machen Elektrounfälle einen eher kleineren Teil des Gesamt-Unfallaufkommens aus. Durch die relative Schwere solcher Unfälle besteht aber in den meisten Fällen direkte Lebensgefahr für den Geschädigten. Allein diese Tatsache sollte für ein größeres Bewusstsein für die Absicherung gegen entsprechende Unfälle sorgen. Wiederkehrende Prüfungen nach der Deutschen Gesetzlichen Unfall Versicherung (DGVU) Vorschrift 3 helfen aktiv, die Gefahr für Leib und Leben durch Brand oder Stromschlag zu mindern.

Diese Vorschrift legt Prüffristen und Prüfarten für entsprechende Betriebsmittel fest. Die enthaltenen Durchführungsanweisungen regeln, wie die Schutzziele erreicht werden können. Typische Maßnahmen sind die Sichtprüfung auf äußerlich erkennbare Mängel, das Prüfen und Messen der Schutzmaßnahmen, Isolations- und Schleifenwiderstände sowie Funktionsprüfungen. Alle Ergebnisse gehen in ein Prüfprotokoll ein.

Die Prüfung unterscheidet zwischen ortsfesten elektrischen Anlagen und ortsveränderlichen elektrischen Arbeitsmitteln. Während zu den ortsfesten elektrischen Anlagen alles zu zählen ist, was fest installiert ist, sind für ortsveränderliche elektrische Arbeitsmitteln alle elektrischen Geräte beispielhaft, die einen Stecker besitzen - die also auch im Brobetrieb oder im kaufmännischen Umfeld hohe Verteilungsraten aufweisen. Geprüft wird alles, was mit elektrischer Netzspannung betrieben wird und in einem Unternehmen oder in einer öffentlichen Einrichtung zum Einsatz kommt.

Gesetzliche Anforderung an den Arbeitgeber laut DGUV Vorschrift 3

(1)

Laut dieser Vorschrift haben Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel nur von einer Elektrofachkraft oder unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft errichtet, geändert und instandgehalten werden. Zudem ist es Aufgabe des Unternehmers, die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel den elektrotechnischen Regeln entsprechend zu betreiben.

(2)

Wurde bei einer elektrischen Anlage oder einem elektrischen Betriebsmittel ein Mangel festgestellt, muss der Arbeitgeber die Mängel unverzüglich beheben. Besteht eine dringende Gefahr, muss er dafür sorgen, dass die elektrische Anlage oder das elektrische Betriebsmittel nicht im mangelhaften Zustand verwendet wird.

Hansabrief begleitet Sie auf dem Weg zur Rechtssicherheit